Gaede Trio (Streichtrio) & Gäste

1. Abo-Konzert

Datum:

Ort: Krönungssaal im Rathaus

Foto Gaede Trio
Gaede Trio

Künstler

Thomas Selditz (Violine)
Felix Schwartz (Bratsche)
Andreas Greger (Violoncello)

als Gäste:
Dominik Greger (Kontrabass)
Julien Salemkour (Klavier)

Seit 16 Jahren begeistert das Gaede Trio Publikum und Musikkritiker auf der ganzen Welt. 1991 in Berlin gegründet, gelang es dem Ensemble schnell, sich in der Musikwelt zu etablieren. Seinen Namen verdankt es seinem Gründungsmitglied und langjährigen Geiger Daniel Gaede.

Programm

Gustav Mahler (1860-1911)
Quartettsatz a-Moll für Klavier und Streichtrio

Eugène Ysaÿe (1858-1931)
Streichtrio "Le Chimay" op.posth.

Franz Schubert (1797-1828)
Klavierquintett A-Dur op.114 D 667 (Forellen-Quintett)

Kritik

Begeisternder Auftakt

Gaede-Trio beginnt die neue "Accordate"-Reihe

Von Thomas Beaujean

Aachen. Das Gründungskonzert der von Anna Kusen und Hans-Werner Huppertz ins Leben gerufenen Kammermusikreihe "Accordate" wurde zu einem gesellschaftlichen Ereignis, bei dem sich nahezu die gesamte Aachener Kulturszene im Krönungssaal ein Stelldichein gab. Und nicht nur die. Auch sonst wurde viel Prominenz gesichtet. NRW-Landesminister Armin Laschet hatte gleich 39 Europaabgeordnete mitgebracht. Und auch der Schirmherr der Reihe, Oberbürgermeister Jürgen Linden, begleitete den Start des Unternehmens, einen Start, der festlicher kaum hätte ausfallen können.

Festlicher Glanz

Der Vorsitzende des Vereins, Manfred Gustav, stellte in seinen Begrüßungsworten seine neue Mannschaft vor. Aber aller festlicher Glanz und alles Prominentenaufkommen wäre keinen Pfifferling wert gewesen, wenn nicht auch die künstlerische Seite bei diesem Startschuss gestimmt hätte. Das erste Ensemble, das sich in der Reihe vorstellte, war das Gaede-Trio mit Thomas Selditz, Violine, Felix Schwartz, Viola, Andreas Greger, Violoncello, und den Gästen Christiane Karajeva, Klavier, und Dominik Greger, Kontrabass.

Der Klavierquartettsatz a-Moll von Gustav Mahler eröffnete das Konzert. Der in der spätromantischen Tradition verwurzelte, von schönem thematischen Material geprägte Satz fand in dem Gaede-Trio mit der Pianistin Christiane Karajeva eine tonschöne, intensive und gespannte Wiedergabe. Auf die reine Streichtriobesetzung reduziert, war das bis dahin völlig unbekannte Streichtrio "Le Chimay" des Belgiers Eugène Ysaye, ein zusammenhängender Zyklus, der verschiedene Satzcharaktere vereinigt. Das ist stilistisch sehr heterogen und stellt spieltechnisch höchste Anforderungen. Das Gaede-Trio meisterte diese heikle Aufgabe souverän, von gelegentlichen kleinen Intonationslabilitäten des Primarius abgesehen, traumhaft sicher im Zusammenspiel und mit intensiver Tongebung. Zu einem reinen und ungetrübten Hörgenuss geriet die Wiedergabe von Franz Schuberts Forellenquintett. Was die fünf Musiker hier an feinsten und differenziertesten Klängen zauberten, das war begeisternd.

AZ/AN vom 20.11.2007

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